A Travellerspoint blog

Nochmal Cairns

sunny 28 °C

Es gibt doch ein bisschen mehr ueber die Stadt zu schreiben. Im September gibt es hier jedes Jahr ein Festival. Das ist nicht zu gross, aber man hoert halt ab und zu Live Musik auf offener Strasse. In Cairns selber kann man nicht baden, das hier Wattregion ist und man Ebbe und Flut ziemlich stark zu spueren bekommt. Etwas weiter noerdlich hat Cairns aber ein paar Straende. Na ja, jedenfalls gibt es als Ersatz eine Lagune, das ist so eine Art Freibad, kostenlos, zwischen Strand und Esplanade. Die Esplanade zieht sich die ganze Stadt am Strand entlang und es ist wunderschoen, an ihr entlang zu laufen und Pelikane im Watt zu beobachten. Rund um die Lagune gibt es Grasflaechen, wo man sich sonnen und die Musik geniessen kann. Manchmal trifft man dann auch Leute, die einem jonglieren beibringen. Man lernt Leute aus der ganzen Welt kennen. Franzosen, Englaender, Neuseelaender, Norweger, Italiener, ein paar Aussies, Israeli und eine Islaenderin. Letztere habe ich uebrigens nicht in Cairns sondern in Sydney im Backpacker Hostel kennengelernt und hier wiedergetroffen - so klein ist Australien.
Mitten in der Stadt wachsen Baeume, deren Staemme man gar nicht mehr erkennt, weil so viele Planzen sich an ihnen hochranken. Kurz vor der Daemmerung beginnt lautes Vogelgeschrei und wenn man sein Koepfchen ein Stueck gen Himmel neigt und die Augen vor der Sonne zusammenkneift, kann man Scharen von bunten Papageien erkennen, die sich allabendlich zur Volkszaehlung in den oberen Zipfeln der Maerchenbaeume von Cairns versammeln. Sobald es dunkel wird (und das ja schon gegen 6), hoert man nur noch gelegentliches Rascheln in den Blaettern und die Fluggeraeusche von riesigen Fledermaeusen. Zuerst dachte ich, das waeren irgendwelche Voegel, so gross.
Und an der Hauswand laufen Geckos entlang, auch solche, die ganz weiss sind.

Viele Pferde habe ich auf dem Pferderennen nicht gerade gesehen. Ist auch besser so. Wir haben in einem grossen Zelt ganz hinten in der Ecke vom Gelaende gearbeitet. Nur die Gaeste hat man zu Gesicht bekommen. Die sind verrueckt, die Australier. Da ist einmal im Jahr solch ein Rennen. Dafuer kaufen sie sich superschicke Kleider (die Frauen) und die schrillsten Huete. An der Art, wie sie auf den Stoeckelschuhen laufen, erkennt man, dass sie das nicht viel oefter als einmal im Jahr machen, wenn ueberhaupt... Gearbeitet haben wir fuer eines der besten Restaurants in Cairns. Wir - das waren/sind Marc (ein Australier), Col (ein Neuseelaender), Alex) ein Franzose, Janina und ich (zwei deutsche Maedels). Die anderen vier waren ausgebildete Koeche, ich nur kitchenhand. Und eine Organisation hat uns dem Restaurant vermittelt.
Drei Tage lang morgens um 6 aufstehen und dann 7-10 Stunden arbeiten. Es war zwar ziemlich heiss im Zelt (Grill und Ofen standen dort auch mit drin), aber es war nicht zu anstrengend. Und wir haben nicht a la carte gekocht, sondern eher Platten fuer's Catering angerichtet. Einen ganzen Tag lang haben wir nur vorbereitet (schnippeln, Spiesse stecken, Salate vorbereiten usw. usf). Immerhin wollten mehrere tausend Menschen versorgt werden. Insgesamt waren wohl 6 Caterings dort beschaeftigt.
Am Anfang war's eher schwierig dort reinzukommen. Immerhin ist das Vokabular in der Kueche etwas anders als das, was man in der Schule lenrt. Ich glaub, die haben mich echt fuer bloed gehalten. Am zweiten Tag gings dann aber mit der Verstaendigung und die anderen haben auch gesehen, dass ich ein bisschen was kann.
Mit Alex, Col und Janina bin ich am letzten Abend noch weg gegangen. Und was haben sie gesagt? Ich waere viel zu schuechtern, was ich in Australien echt nicht sein darf. Ich koennte durchaus als Koch arbeiten. Hier in Australien ist "Chef" die Bezeichnung fuer den gelernten Koch und "Cook" die fuer den ungelernten. Und fuer den letzteren haette ich auf jeden Fall genuegend Erfahrung.
Uebrigens haben wir uns an diesem Abend total gut unterhalten - ueber Vegetarier, die Europaeische Union und ueber Fussball (an mehr kann ich mich nicht mehr erinnern...). Liebe Mama, ich hab Alex, im Falle dass ich zur WM schon wieder in Dt. sein sollte, nach Berlin eingeladen.

So lange ich vorher nach Arbeit gesucht habe, so schnell gings dann ploetzlich letzte Woche. In der Zeitung stand ne Anzeige, dass das Restaurant "Villa Romana" Kellner sucht. Also hab ich mich etwas feiner angezogen und bin zum angegebenen Zeitpunkt ins Restaurant gegangen. Knapp drei Stunden hatte ich dann Zeit, um mir eine schwarze Hose und schwarze Schuhe fuer die Probeschicht zu besorgen. Ich dachte ich sterbe. Ich hab in meinem Leben noch nie gekellnert und das war ein Restaurant, nicht nur ein Cafe... Ich glaub, ich hab alle Fehler gemacht, die man machen kann. Als mir der chef nach nicht mal 2 Stunden sagte, ich solle Mittwoch wieder kommen, war ich mir ueberhaupt nicht sicher, ob das nicht nur ne zweite Probeschicht waere. Eigentlich ist er ein ganz grimmiger Mann und ich hab immer Angst vor ihm. Sein Kommentar am Mittwoch: Sei heute nicht so schuechtern! So, und jetzt arbeite ich dort 6 mal die Woche, immer erst abends, da kann ich sogar den tag nutzen. Und das allerbeste an dem Restaurant: Dort arbeiten Italiener. Die sehen zwar (nur) genauso gut aus wie die anderen Kellner, aber ich kann wieder italienisch reden. Und das macht spass.

Posted by wasserelfe 21:24 Comments (2)

Cairns und Cape Tribulation

Kreisverkehr, Regenwald und Pferderennen

sunny 30 °C

Viel kann ich ueber Cairns gar nicht schreiben. Es ist ziemlich flach hier unten, deswegen habe ich mir auch gleich am ersten Tag ein Fahrrad besorgt. Das ist ziemlich praktisch, um in die Stadt zu kommen. Das Lustige hier ist der Kreisverkehr, vor allem, wenn man rechts abbiegen will und erst eine dreiviertel Runde fahren muss. Und es gibt so viel Kreisel in dieser Stadt, das ist der Hammer.
Zur Zeit wohne ich in einem Share House, so etwas wie einer WG. Die Zimmer hier mietet man wochenweise ohne grosses Theater mit nem Mietvertrag oder so. Man hat sogar sowas wie Privatsphaere zum gleichen Preis wie ein 6- oder 8-Mann-Zimmer im (manchmal dreckigen) Hostel. Das ist ganz schoen. Mit in der Wohnung wohnen Christian, noch zwei Deutsche (Juliane und Guenther) und eine Australierin. Um Cairns herum ragen Berge in die Hoehe, mit saftgruenen Waeldern bedeckt und in weisse Wolken getaucht. Es gibt auch einzelne Wanderwege da hoch, das werd ich naechste Woche mal ausprobieren.

Arbeit in Cairns zu finden ist etwas langwieriger als ich zunaechst gedacht habe. Bin eine ganze Woche lang von Restaurant zu Restaurant bzw. on Hotel zu Hotel gegangen und habe ueberall gefragt, ob sie kitchenhands oder housekeepers braeuchten. Aber es hat sich nichtd festes ergeben. Allerdings gibt es naechstes Wochenende hier ein grosses Pferderennen, da kommen einige internationale, hoch angesehene Persoenlichkeiten hier her. Und ich arbeite dort dann 4 Tage fuer ein Restaurant als Kitchenhand. Also Gemuese schnippeln, Teller anrichten, Geschirr spuelen usw. Auf der Stellenbeschreibung wird sogar empfohlen Sonnenbrille und Hut mitzunehmen, da wir draussen arbeiten. Wird bestimmt anstrengend, aber irgendwie freu ich mich drauf.

Vorgestern bin ich mit Juliane fuer zwei Tage in Richtung Noerden gefahren. Mit nem eigenen Auto ist man ja doch unabhaengiger. Dort oben gibt es einen Fluss, den Daintree River. Und sobald man den mit der Faehre ueberquert, fuehrt die Strasse in Serpentinen durch den Regenwald die Berge rauf und runter. Kurz vor dem sogenannten Cape Tribulation, dem letzten Ort, den man auf dieser Strasse ohne Allradantrieb erreichen kann (danach folgen nur unbefestigte Strassen, die zur Regenzeit kaum nutzbar sind), haben wir das Auto geparkt und sind auf vorgefertigten Holzwegen (fuer die Flip-Flop-Touristen) durch Regen- und Mangrovenwald gelaufen. Ein Stueckchen weiter lag dann auch schon der Strand. Das ist 'n ziemlich geiles Gefuehl: ganz lange Sandstraende begrenzt vom Regenwald auf der einen Seite und vom Ozean auf der anderen Seite. Von Cape Tribulation aus sind wir weiter in Richtung Norden am Strand entlang gelaufen. Dort treffen sich Regenwald und Great Barrier Reef. Nun ja, vom Strand aus konnte man nicht so viel om Riff sehen. Das kommt aber noch. Und irgendwo da oben sind wir auf diese unbefestigte Strasse gestossen, wo wir dann durch den Regenwald zuruecklaufen konnten. Von dieser Strasse geht kurz ueber Cape Tribulation ein Wanderweg mitten in den Urwald hinein. Zwar ist der Weg festgelaufen (was bei der Vegetation ganz praktisch ist), aber keine vorgebauten Holzwege. Ich waere so gerne da lang gewandert. Aber es war schon zu spaet (da hier Winter ist geht die Sonne spaetestens gegen 6 unter) und die richtige Wanderausruestung hatte ich sowieso nicht dabei. Echt schade.
Krokodile haben wir uebrigens auch nicht gesehen, obwohl ich in der vorangegangen Nacht davon getraeumt habe, vom Krokodil gefressen zu werden.

Ich denke, ich werde mich nach dem Pferderennen wieder melden. Vielleicht habe ich dann auch schon ein paar Photos fertig...
Bis dann!

Posted by wasserelfe 20:21 Comments (0)

Sonnenuntergang auf der Faehre und ein Niveauwechsel

semi-overcast 19 °C

Nun komme ich doch mal dazu, etwas ausfuehrlicher und entspannter zu schreiben. Im youth hostel gab es zwar Internet, aber da mussten sich ca 20 Leute den einzigen Computer teilen. Da wollte ich ihn dann nicht taeglich drei stunden fuer mich beanspruchen.

Das hostel war eigentlich ganz okay. Der erste Eindruck war nur so schlimm, weil ich in mein zimmer kam und ungefaehr drei leute mit ihren klamotten das ganze zimmer bedeckten. Ich hatte nicht mal platz fuer meinen Rucksack. Aber sie waren alle ganz nett und zum Schlafen hat‘s auf jeden Fall gereicht.
Nachdem ich mir eigentlich in der Naehe von Sydney Arbeit auf dem Land suchen wollte, rief Chris (ein Koch aus dem „Norden“, inzwischen schon ½ Jahr hier unten) am Mittwoch an. Wir haben kurz gequatscht und dann war klar, dass ich mich um einen Flug nach Cairns kuemmern wuerde. Das ist ziemlich weit im Norden, dort ist es jetzt schoen warm. Da warten auch die Krokodile, die Haie und die Quallen. Liebe Mama, ich pass auf mich auf! Im Norden von Queensland (dem Bundesstaat) soll es (fast) alles geben, was das Abenteurerherz begehrt: ein bisschen Regenwald, das Great Barrier Reef, ein bisschen Outback und viele gefaehrliche Tiere.
Aber davon kann ich ja spaeter schreiben, wenn ich dagewesen bin.

Nun erst mal etwas ueber die Stadt, die ich in zwei Tagen verlassen werde. Eigentlich ist Sydney einfach nur eine Grossstadt. Und ich glaube, das ist es einfach, was mich daran stoert. Man findet hier so ziemlich alles vor, was es auch in Europa gibt. Fernsehshows, Essen, McDonalds, ALDI, hektische Menschen, U-Bahn, usw. Aber ich bin ja hier runter gekommen um anderes kennenzulernen.
Wenn man Geld hat, kann Sydney ganz cool sein (auch wenn man keins hat). Die touristischen Attraktionen haben schon was. Teilweise hab ich ja auch am Touristenprogramm teilgenommen. War zum Beispiel auf dem Tower, dem hoechsten Turm Sydneys, bei Sonnenuntergang. Unter Beachtung des Urheberrechts veroeffentliche ich mit freundlicher Genehmigung des Photographen Niklas hier stellvertretend fuer meine Eindruecke seine Photos.
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Viel geiler aber als der Blick von oben ist der Blick vom Wasser. Ich wuerde sogar behaupten, man solle in Sydney eher mit einer Faehre gefahren sein als auf dem Turm gewesen zu sein. Und zwar sind Niki und ich am Samstag nach Manly gefahren, einem der schoensten Straende von Sydney. Richtig grosse Wellen, ein paar Surfer, etwas Wind und Regen, ein bisschen Klettern im Unterholz, ein toller Ausblick von der Aussichtsplatform – das waren die Eindruecke von unserem kleinen Ausflug. Noch viel besser war aber der Eindruck von der Rueckfahrt auf der Faehre zur Sonnenuntergangszeit. Die Skyline der City, die Oper und die Harbour Bridge waren in ein unheimlich warmes Licht gehuellt. Niki hat ganz viele Photos gemacht, werde auch sicherlich einige hier veroeffentlichen sobald sie mir zur Verfuegung stehen.

So, und dann bin ich im Dunkeln (auch mit einer Faehre) zurueck nach Hause gefahren. Die Harbour Bridge beleuchtet, dunkles geheimnisvolles Wasser, durch das man schippert und sich irgendwie freier fuehlt.
Ach so ja, das was ich gerade „zu Hause“ genannt habe, ist das Heim von Jodie, einer alten Freundin von Norbert. Wie ich spaeter erfuhr, wusste sie nicht, dass ich nach Australien kommen wuerde. Auch mit Norbert hatte sie waehrend des Studiums eher weniger zu tun. Trotzdem fragte sie mich gleich beim ersten Telephonat, ob ich ein Bett braeuchte. Ich haette sofort zu ihr kommen koennen ohne dass sie mich einmal gesehen hatte.
Jetzt wohne ich in einem Zimmer unter dem Dach, dem Arbeits-/Besucherzimmer. Zur Nordseite (die Sonnenseite) ein Dachfenster mit Blick auf die Harbour Bridge, an der Suedseite eine Fensterfront mit Terasse zum Fruehstuecken und Blick auf die City. Uebrigens hab ich hier ein eigenes Bad. Das nennt sich dann Verbesserung der Lebensumstaende.
Allerdings ist das Haeuschen selbst nicht so penibel und bakterienfrei sauber geraeumt, dass man sich unwohl fuehlen wuerde. Es ist eher gemuetlich.
Ach, und schraeg gegenueber steht das Haus von AC/DC-Mitglied Malcolm. Er sei dort ungefaehr zwei- bis dreimal im Jahr. Is cool, ne?

Jodie und ihre Tochter sind absolut lieb. Ich darf/soll mich hier im Haus bewegen, als ob ich hier wohnen wuerde. Jodie laechelt die ganze Zeit und laedt mich ab und zu zum Wein ein. Der australische Wein schmeckt gut! Auch der billige. Es ist sogar egal, ob weiss oder rot. Er schmeckt einfach nur gut.
Mit Georgia, Jodies 13-jaehriger Tochter, versteh ich mich ziemlich gut. Sie spielt auch mehrere Instrumente, liest unheimlich gerne Harry Potter, mag Sydney nicht und ich helfe ihr bei Mathe. Passt doch, oder?

Es tu mir sehr leid, wenn ich nicht so lange liebe E-Mails zurueckschicken kann, wie ihr sie mir schreibt. Die Internet-Moeglichkeiten werden zwar immer da sein, trotzdem aber nur begrenzt. Irgendwo auf dem Land komme ich sicherlich sehr viel seltener in ein Internetcafe.
Freue mich aber jedesmal, wenn ich so liebe briefchen bekomme! Und ich denke an Euch, sehr oft sogar.

Ganz liebe Gruesse!
anita

Posted by wasserelfe 21:27 Comments (1)

Erdnussbutter, Simpsons und buddhistische Tempel

flug und der erste eindruck

Hallo hallo ihr Lieben,
ich bin jetzt knapp nen Tag lang in Sydney und es geht mir gut. Ich glaub aber, ich werde die Stadt ziemlich schnell wieder verlassen...
Ich fang mal von vorne an:
Meinen Flug in Frankfurt haette ich fast verpasst. Bin ueber den Flughafen spaziert und als ich mein abgegebenes Gepaeck abholen wollte, kam 10 minuten lang niemand. Inzwischen wurde ich zweimal ausgerufen und musste rennen um noch als allerletzte ins Flugzeug zu huepfen. Na ja, ein bisschen Spannung muss sein...
Den Flug selber uebersteht man ganz gut. Man fragt sich nur die ganze Zeit, warum man eigentlich ans andere Ende der Welt fliegt und alles, was man mag, zuruecklaesst. 10 Monate - man hat keine Ahnung mehr, wie lange das sein wird und ob sie einem wie eine Woche oder wie drei Jahre vorkommen.

Taipei war ganz cool. Im Hotelzimmer konnte ich mich etwas zurueckziehen, bin aber nach kurzer Zeit wieder aufgebrochen zur kostenlosen Stadtrundfahrt. Eine suesse kleine Reisegruppe! Mit dabei waren noch drei Deutsche, die auch nach Australien weitergeflogen sind. Die zwei Jungs (oder Maenner) wohnen schon hier, in Sydney und in Melbourne, die dritte macht fuer 4 1/2 Monate Urlaub hier. Also das was ich mache, nur ohne arbeiten.
Taipei ist eigentlich so, wie man sich eine moderne (fernoestliche) Stadt mitten in einem Schwellenland vorstellt. Haesslich graubeige Wohnhochhaeuser mit verblassten horizontalen Farbstreifen (wahlweise babyblau, rosa oder gelblich) und supermoderne Gebaeude wie das "101", das hoechste Gebaeude der Welt. Und dazwischen ganz bunte Tempel in denen Menschen beten, Raeucherstaebchen und rote Kerzen brennen und man wegen des Weihrauchs kaum noch atmen kann. Ausserdem ein riesiges Mahnmal fuer einen verstorbenen Kaiser. Nur weil der 89 geworden ist, muss man erstmal 89 Treppen hochsteigen um dann in eine riesige Halle zu treten mit einem Ueberlebensgrossem Denkmal des guten Kaisers. Da sitzt er auf seinem Thron und schaut guetig und grossherzig auf Dich hinunter. Ein Laecheln unter dem Schnauzer. Ich dachte, er haette es nicht verdient, nur photographiert zu werden. Dafuer schien er zu gross als in irgendeinem Photoalbum mit dem Satz "Da bin ich auch gewesen" verstauben zu muessen...

Und dann gings um 22 Uhr Ortszeit nach 14 1/2 Stunden Aufenthalt weiter nach Sudney. Die andern drei Deutschen hatte ich inzwischen ganz gut kennengelernt, den einen treffe ich bestimmt auch in Melbourne.
Sydney war mir von Anfang an ein bisschen suspekt. Das Flughafenpersonal ist freundlich, hat aber trotzdem verpasst mir zu sagen, wo ich mein Visum bekomme. Bis es zu spaet war und ich gestern dann noch mal durch die Stadt rennen musste, um es zu kriegen.. Mein Triumph: Ich hab meine Schokolade durch die Quarantaene schleusen koennen! Gute Berliner Schokolade, die mich noch ein Weilchen an die Heimat erinnern wird. :)
Auf der Fahrt in die Stadt hinein hatte ich kein sonderlich positives Gefuehl. Ich kann nicht sagen warum, aber irgendwie gefiel mir Sydney von Anfang an nicht. Das Uebrige tat dann das Hostel. Wahrscheinlich die billigste Absteige in Sydney. Das im Preis inbegriffene Fruehstueck besteht aus hingestelltem Toast, einem Toaster, Milch, Cornflakes, Marmelade, Erdnussbutter, einem ekelhaften schwarzbraunem Schmierzeugs und Butter. Ich werd mir mal fuer morgen frueh Muesli und ordentliches Brot besorgen...
Allerdings ist nach dem ersten Tag nicht mehr alles so schlimm. Die Maedels aus meinem Zimmer arbeiten den ganzen Tag und dolle laut sind sie auch nicht. Ansonsten sind so ziemlich alle freundlich und hilfsbereit. Wenn man hier niemanden kennenlernt, liegt das eher an einem selbst.
Wie gesagt, ich weiss nicht genau, was mich an Sudney stoert. Wahrscheinlich will ich einfach nur raus aus der Grossstadt und auf's Land....

Mal sehen, wie's in einer Woche aussieht.
Seid alle ganz lieb gegruesst!
Anita

Posted by wasserelfe 16:33 Comments (1)

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